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16. April 2009 um 16:25 Uhr

Neues Handy: T-Mobile G1

Nachdem vor einigen Wochen mein altes Handy vorzeitig in den Ruhestand geschickt wurde, habe ich mich kürzlich endlich entscheiden, ein Smartphone zu kaufen.

Unter anderem durch meine Bachelor Thesis habe ich sehr viel von der Entwicklung um OpenMoko mitbekommen  und im Zusammenhang damit einen Freerunner zur Verfügung gehabt. Ich bin begeistert von den Möglichkeiten eines weitestgehend offenen Smartphones, obgleich mir das Chaos und die langsamen Fortschritte von Openmoko schon Sorgen bereitet haben.

Vor kurzem wurde dann bekannt (vgl. Blog von Mickey Lauer), dass die Arbeiten am Nachfolger des Freerunner zunächst eingestellt sind und man sich auf ein anderes „revolutionäres Gerät“ konzentriert. Ich bin gespannt, was da kommt und verfolge das Projekt weiter mit großem Interesse, als Alltagsgerät hab ich mich jedoch ersteinmal gegen Openmoko entschieden.

Seit dem letzten Sommer ich mich außerdem mit Android beschäftigt und u.a. das Paper  „Die Android Plattform – Aktueller Stand und Ausblick“ geschrieben. Die Konzepte der Plattform und die Technologie haben mich überzeugt, die Skepsis gegenüber Google blieb. (vgl. Google EPIC, The Googling, Die Weltmacht Google)

Die recht teuren Verträge, mit denen das G1 dann ab Januar hier in Deutschland vertrieben wurde, schreckten mich zusätzlich ab. Dennoch ist Android zumindest einigermaßen offen und man kann mit dem G1 eine Menge interessanter Dinge machen. Mit wenig Aufwand kann man das Gerät auch sehr gut nutzen, ohne sein „digitales Leben“ komplett in die Hände von Goolge zu geben :)

Nachdem die Preise für Geräte ohne Vertrag in den letzen Wochen jedoch deutlich gefallen sind, bin ich dann „schwach“ geworden und nun glücklicher Besitzer eines T-Mobile G1 aka HTC Dream.

Ein großartiges Spielzeug, mit dem ich nach den ersten Tagen rundum zufrieden bin. Mittlerweile habe ich die Sapphire-Port Firmware installiert und mich ganz gut mit dem Gerät angefreundet – wäre auch schwer das nicht zu tun.

Die Tastatur lässt das eMail- oder SMS Schreiben, Notizen machen, Suchen im Internet und viele Eingaben sehr angenehm werden (hier hat mich die On-Screen-Tastatur des Openmoko Freerunner manchmal Nerven gekostet…). Ergänzt durch den Trackball und die Funktionstasten wirklich angenehm zu benutzen.

Der integrierte WLAN-Chip läßt schnelle Datenverbinungen zu und die UMTS Verbindungen sind eine gute Alternative für Unterwegs. Ist man Unterwegs und findet sich gerade nicht zurecht, können einen GPS-Chip und eingebauter Kompass (ein richtiger, nicht GPS gestützt!) weiterhelfen – alternativ kann man mit diesen Komponenten das Gerät natürlich auch zum Geocachen benutzen. ;-)

Und auch im Haushalt kann man das gute Stück hin und wieder gebrauchen – die Lagesensoren sind nicht nur zum Wechseln der Bildschirmorientierung (Quer- und Hochformat) nüztlich, sondern können auch als Wasserwaage benutzt werden :) Soviel nur als kleiner Anriss ;)

Um das G1 nach herzenslust nutzen zu können, sollte man schon auf eine mobile Datenverbindung mit ausreichend Volumen zurückgreifen können. Die T-Mobile-Tarife waren für mich – wie bereits erwähnt – alles andere als Interessant. 45 EUR pro Monat und trotzdem noch 19ct pro SMS und 29ct pro Minute telefonieren (wenn man Freunde hat, die nicht bei T-Mobile sind..) und die Reduzierung der Datengeschwindigkeit auf 64kbit nach einem Verbrauch von 300MB…

Vergleicht man das mit dem Angebot von Simyo, bei dem SMS und Telefonieren/Minute je 9ct  kosten und 1GB Datenvolumen 10€ können schon Zweifel aufkommen…so auch bei mir :)

45 € habe ich bisher nicht für meine Mobilkommunikation bezahlt und möchte ich auch in Zukunft nicht. Und selbst wenn man das als Maßstab nimmt, kann ich mit dieser Summe bei Simyo eine ganze Menge  (10 € Daten und 13 min telefonieren bzw. 13 SMS pro Tag) kommunizieren….

Die Netzabdeckung und -qualität von Simyo/Eplus ist nicht unbedingt mit T-Mobile vergleichbar. Simyo/Eplus bietet wohl kein HSDPA, nur normales UMTS, und ist das nicht verfügbar, gehts nurnoch mit GPRS weiter, EDGE ist ebenfalls nicht verfügbar. Dafür geht man keine Vertragsbindung ein, also habe ich mir erstmal eine Karte bestellt und probiere es aus. Dort wo ich mich hauptsächlich bewege, ist die Netzabdeckung von Simyo/Eplus bisher ausreichend. Die Netzabdeckung kann man übrigens direkt bei Eplus abfragen/überprüfen.

Ende des Monats stellt Vodafon zusammen mit dem zweiten Android-Gerät wohl auch seine neuen Datentarife vor. Ich denke bzw. hoffe, dann kommt nochmal neuer Schwung in den Markt :-)

3 Reaktionen zu “Neues Handy: T-Mobile G1”

  1. Gravatar Icon Simon Z

    Das OpenMoko-Projekt kling auf jeden Fall interessant. Das muss man unbedingt weiter verfolgen.
    Ich verstehe nicht, wie man sich nur irgendeine Software von Google auf den PC oder das Handy holen kann. Vielleicht bin ich auch zu paranoid, aber mir Macht diese Riesenfirma Google mit ihren etlichen Angeboten (Suche, Mail, Krankenakten, Übersetzung, Maps und nicht zu vergessen ) irgendwie Angst. Ich finde es völlig inakzeptabel, wenn soviele Daten bei einer einzigen Firma lagern. Aus diesem Grund empfehle ich jedem, nicht die Dienste von Google, auch nicht die Suche, zu benutzen, sondern auf Alternativen, wie zum Beispiel http://www.metager.de umzusteigen!
    Ein G1 ist ein nettes Ding, wenn man es sich leisten kann. Ich kann esleider nicht. Ich habe aber gehört, dass es sehr gut sein soll.
    Ich empfehle als Provider immer Congstar: T-Mobile (D1) Netz und supergünstig das ganze. Ob die jedoch Datentarife haben, weiss ich nicht

    Grüße
    Simon

  2. Gravatar Icon Markus

    Ja, man muss die Google-Dienst ja nicht nutzen :) metager ist interessant, aber in meinen Augen leider keine wirkliche Alternative.

    Zum Vertrag: Constar klingt interessant, ist aber für Datentarife – und einen solchen möchte man normalerweise für Android schon haben – relativ uninteressant.

    Grüße :)

  3. Gravatar Icon Peter

    Hi,
    Ich finde das G1 eigentlich echt super, hab zwar selbst keins, aber ein Kolege hat eins. Das es von Google ist würde mich nicht stören. Auch wenns Google Software ist. Im gegenteil, die soll sehr gut sein. LG Peter

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