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16. Januar 2010 um 23:44 Uhr

Fotos entwickeln: RawTherapee, LightZone und BibblePro

Als Fortsetzung bzw. Aktualisierung zum vor gut einem Jahr vefassten Eintrag „RAW-Entwicklung mit Linux“ geht es in diesem Artikel um Software, mit der man sogenannte RAW-daten aus Digitalkameras in (hoffentlich ansehnliche) Fotos verwandeln kann. Die im Titel genannten Programme gibt es dabei nicht nur für Linux, sondern auch für andere gängige Betriebssysteme.

Nachdem meine Empfehlung vom letzten Jahr, RawTherapee, mittlerweile die Beta für Version 3.0 vorgestellt hat und anscheinend immer noch die besten Bild-Resultate liefert, bin ich von der Benutzeroberfläche insgesamt doch etwas ernüchtert und habe mich nach anderen Alternativen umgesehen.

Gefunden habe ich dabei Bibble Pro und LightZone. Beide sind auch für Linux verfügbar, jedoch kostenpflichtig, wenn man sie uneingeschränkt nutzen will.

Bei Bibble handelt es sich um ein sehr angenehm zu benutzendes Tool, das mehr und mehr den Workflow zum Entwickeln komplett abbildet – und damit sehr nah an das herankommt, was ich benutzten möchte. Schließlich möchte ich möglichst schnell meine Bilder entwickeln und mich auf selbige Konzentrieren ;-)
(Mit den restlichen technischen Details beschäftige ich mich ja schon den Rest der Zeit mit Hingabe ;-) )
Gerade ist Version 5 erscheinen, die auf Multikern-Systemen erheblich in der Performance zugelegt haben soll. Interessant ist, das man Filter auch nur auf Teilbereiche eines Bildes anwenden kann, die man mit Freihandpfaden auswählt. So kann man sehr differenziert Weißabgleich- und Farbkorrekturen vornehmen.
Zu Bibble gibt auch immer eine Lite-Version, die auf die wesentlichen Funktionen reduziert ist, aber dafür auch nichts kostet. Diese soll der Pro Version im Laue des Quartals folgen.

LightZone gibts leider nicht als Lite-Version. Aber zumindest eine Trial zum Testen. Und im Test sieht es sehr interessant aus.
LightZone versucht, durch eine Reihe von Filtern den Weg zum gewollten Resultat zu vereinfachen. dabei sollen die technischen Details der Pixel-Verarbeitung verborg werden und die Verarbeitungsschritte so dem auf das Bild als Werk fixierten Fotografen einfacher zugänglich gemacht werden.
Und ich muss sagen, das mich diese Konzept bisher schon anspricht. Allerdings muss man sich schon zurückhalten nicht direkt zuviele Filter aufeinander zu legen, sondern sich wirklich langsam heran zu tasten ;-)

Ob nun Bibble oder LightZone die Software meiner Wahl zur RAW-Entwicklung unter Linux werden oder ich doch weiter auf RawTherapee oder -per Dual-Boot- PhaseOne zurückgreife, kann ich jetzt noch nicht sagen :) Ich hoffe, in der nächsten Zeit ein paar Fotos machen zu können, um die Trail-Versionen ausgiebig testen zu können und werde dann mal sehen, wohin die Reise geht :)

Vielleicht hat der Artikel ja bei der Suche nach einer passenden RAW-Entwicklung-Software geholfen oder ihr kennt noch andere (mal von GIMP und den DCRaw-Frontends abgesehen)? Bin für Hinweise Dankbar :)

4 Reaktionen zu “Fotos entwickeln: RawTherapee, LightZone und BibblePro”

  1. Gravatar Icon sven korejtko

    ich finde ja allgemein den DxO – konverter vom preis leistungsverhälnis am besten, wenn es um schnelle und einfache korrekturen (rauschunterdrückung, spitzlichter, weissabgleich, etc.) gehen soll.
    lightroom ist teuer und eher ein verwalter mit ungenügender qualität bei hohen isos.

  2. Gravatar Icon Markus

    Hi Sven, danke für Deinen Kommentar :)
    Klar, wenn man Windows als Plattform mit betrachtet, gibt es natärlich noch viele weitere Kandidaten :) Da ich aber immer weniger auf den Dualboot zurückgreife, bin ich für meine Gelegenheits-RAW-Entwicklungen auf der Suche nach einer bequemen Linuxsoftware … :-)

  3. Gravatar Icon libfoto

    Hallo, bei der Suche nach dem aktuellen Stand der RAW-Entwicklung unter Linux bin ich auf Dein Blog und auf ein neues Projekt gestoßen: Darktable http://darktable.sourceforge.net/ schickt sich anscheinend an, das plattformübergreifende OSS-Pendant für Lightroom zu werden.

  4. Gravatar Icon Markus

    Hallo,
    vielen Dank für Deinen Kommentar!
    Ich hab mir Darkroom gerade mal schnell angeschaut, es sieht schon sehr viel versprechend aus – und scheint vor allem recht zügig zu arbeiten. Danke nochmal für den Hinweis.
    Grüße

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