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6. April 2014 um 19:46 Uhr

Gefahr durch Google & co. bewältigen: selbst machen

Mit dem Artikel Angst vor Google aus der FAZ gebe ich mal wieder eine Leseempfehlung. In guter Tradition geht es um die gesunde Portion Skepsis, mit der man grossen Anbieter begegnen muss. In dem Artikel wird – vollkommen berechtigt, wie ich finde – darauf hingewiesen, dass (und wie) Firmen vom Kaliber der grossen Internetanbieter de-facto eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen.

Was wir im einzelnen dagegen tun können? Ein Ansatz kann sein, sich nicht an allen Ecken einfach auf die Dienste der grossen Anbieter wie Google, Facebook, Apple, Amazon und co. zu verlassen.

Bedeutet: Infrastruktur selbst betreiben oder, wo es geht, auf kleinere Anbieter oder dezentrale Strukturen ausweichen.

Zum Beispiel zum Speichern und Verwalten (Sichern) der eigenen Daten auf OwnCloud oder BitTorrentSync zurückgreifen.

Für Direktnachrichten und Chat auf dem Smartphone statt WhatsApp, Facebook Messages oder Google Talk das verschlüsselte Threema verwenden. Am PC kann man immernoch prima Jabber verwenden (z.B. Mit Jabber.CCC.de als Server und mit Adium oder Jitsi als Client. Letzteren kann man gut als Skype-Alternative ansehen und es gibt auch eine Version fürs Smartphone ;-) ).

Mailserver selbst betreiben ist zwar ein (grosses) Kapitel für sich und daher eher für Leute empfehlenswert, die das notwendige Wissen mitbringen bzw. von dem Aneignen desselben über den Mailserver hinaus profitieren können (Ausbildung, Studium, Beruf, etc.), aber auch spannend – und wenn man ihn wirklich erstmal für sich selbst betreibt, ist es auch nicht so kritisch, wenn er mal 2 Stunden nicht erreichbar ist, weil man etwas geradebiegen muss ;-)
Im Gegenzug lernt man sehr viel und versteht die Hintergründe für einen der zentralen Dienste im Internet. Als Einstieg eignet sich die Mailserver-Einführung im Ubuntu-Wiki. Läuft der Server dann, ist zum Beispiel RoundCube ein wirklich nützliches Webmail-Frontend.

Auf dem (Android-)Smartphone selbst kann sich auch der Einsatz eines sog. CustomROM, also einer „selbstgebauten“ Version der Software, lohnen. Selbstgebaut ist dabei nicht wörtlich zu verstehen und meint eher „nicht vom Hersteller oder Telekom-Provider gebaut“. Durch diese kann man sich bzw. sein Smartphone von den zweifelhaften Zugaben befreien, die so manch ein Hersteller mit ausliefert. Möglich ist das, da das Androidsystem zum größten Teil frei verfügbar ist und sich so eine Szene gebildet hat, in der für praktisch alle Geräte solche CustomsROMs erstellt werden und der Öffentlichkeit zur Nutzung angeboten werden.
CyanogenMod ist sicherlich das populärste ROM, auf xda-developers (einem Urgestein der Szene, wie man auch an dem Namen der von HTC’s XDA Geräten abgeleitet ist, erkennen kann) gibt es darüber hinaus praktisch zu allen Geräten noch weitere ROMs und viel Hintergrundinformationen.

Soweit erstmal als Ideen, die Liste lässt sich sicher noch beliebig fortführen …aber dafür gibts im Zweifel ja auch noch die Kommentarfunktion ;-)

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