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9. April 2018 um 19:55 Uhr

Action required: Reform des EU Urheberrechts

Die EU plant eine Urheberrechtsreform, die durch den Streit einiger Großkonzerne (Google/YouTube gegen Content-Industrie (Verlage, Plattenlabels, Filmindustire)) ins Rollen gebracht wurde.

Diese Reform ist durch die Interessen eben dieser Aktuere geprägt, insbesondere derer die sich durch aktuelle technische Entwicklungen überrollt fühlen und selbst keine bessere Anwort finden als mit Verboten und Gesetzesänderungen ihr mit-überrollten Geschäftsmodelle sichern lassen zu wollen. Also der Content-Industrie.
Durch diese Prägung bzw. das Lobbying dieser Aktuere sind viele Aspekte, insbesondere die nicht-kommerziellen und künstlerischen, bei der Konzeption der Reform unberücksichtigt geblieben. (Und durch die Tatsache das der CDUler Axel Voss in einem unverantwortlichen Zug den Input der beteiligten Parlamentarier ignoriert und die Vorlage der Komission 1:1 übernommen hat. CDU/CSU wiedersprechen damit schon wenige Stunden nach Vereidigung der GroKo Regierung aus dem Koalitionsvertrag. Ein Böses Omen für die nächsten 4 Jahre…)

Folge ist, dass die Reform, sollte sie wie derzeit geplant in Kraft treten, viele Seiteneffekte hat, die der Zivielgesellschft und auch vielen Teilen der zunehmend digitalisierten Geschäftswelt schaden würden.

Ein Teil der geplanten Reform ist das in Kraft treten der Pflicht für Uploadfilter. Diese würde dazu führen, das Plattformen wie GitHub, auf denen unzählige Menschen zusammenarbeiten um Open-Source-Software zu erstellen, lange nichtmehr so gut funktionieren würden wie bisher. Der Grund dafür liegt darin, das automatische Filtern nach Mustern arbeiten und viele Aspekte nicht berücktigen können. So würde auf einmal Teile der Uploads blockiert (z.B. weil sie Inhalte falsch zuordnen und für illegal halten) und damit die effektive Zusammenarbeit torpediert.

Die Open-Source-Software Szene ist also in ihrer Existenz bedroht und damit alle die darauf aufbauen – und das sind Status-Quo (dank Digitalisierung) praktisch alle.

Also, es ist Zeit, was zu tun.

Wie?

1. Unterschreibe direkt den offenen Brief unter https://savecodeshare.eu
2. Nimm dir 15 Minuten Zeit und rufe einen Abgeordneten an – das ist laut der EU Parlamentarierin Julia Reda die effektivste Methode, die Notwendige Aufmerksamkeit zu bekommen.
3. Schick einen Tweet an die Europaabgeordneten: https://www.fixcopyright.eu/

Links:

* Süddeutsche: Das Netz der schwarzen Listen
* Twitter Hashtag „#WhatTheVoss“
* Comic: Die Diskussion in einer EU-Arbeitsgruppe
* Article 13 can kill my Startup

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