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21. September 2019 um 11:05 Uhr

digitale Souveränität: gefährdet

Da schau an: Gut 1,5 Jahre nachdem ich hier mit dem Link auf die „Microsoft Dilemma“ Reportage darauf aufmerksam machen wollte, das man die Abhängigkeit von (Tech-)Konzernen sehr kritisch im Auge behalten muss, wird dies nun durch eine durch das Bundesinnemindesterium in Auftrag gegebene Studie bestätigt. Dort sieht man die „die digitale Souveränität des Staates gefährdet“.

Natürlich gibt es dazu einen gut zusammengefassten Artikel bei heise: Marktanalyse: Microsoft-Abhängigkeit führt zu „Schmerzpunkten“ beim Bund

In der Studie wird „OpenSource“ als Lösung genannt, doch da muss man vorsichtig sein – das Produkte unter OpenSource Lizenzen bereitgestellt werden schließt die als problematisch erkannten Punkte – Anbieterabhängigkeit wird nicht allein durch die Änderung der Lizenz ausgeräumt.

Auch das der bitkom in seinem Open Source Monitor 2019 bescheinigt das Open Source mittlerweile auch in der deutschen Wirtschaft angekommen ist, ist das nur ein Anfang und bis man sich auf die Schulter klopfen kann muss noch viel passieren. Insbesondere in Bezug auf die Finanzierung von Open Source Projekten, und da steht diametral entgegen das der genannte Open Source Monitor einmal mehr belegt, das die Mehrzahl der Unternehmen „Open Source“ vor allem als Kostensparmodell verstehen und sich um die Vorteile, die sich bei einem vollständigen Adaption des Modells ergeben, nicht scheren und sich damit auch nicht um den langfristigen bestand der Projekte aus denen sie Nutzen ziehen kümmern wollen.

„Open Source“ ist nicht das Gegenteil von „Kommerziell“. Ich hoffe stark (und arbeite daran mit ;-) ) das es nicht nochmal 30 Jahre dauert (`89 ist die GPL entstanden) bis das auch in der deutschen Wirtschaft verstanden wurde.

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